Meine Reise durch Südafrika

Map_LIHallo meine Lieben,

endlich komme ich dazu euch ein bisschen von meinem Urlaub in Südafrika zu berichten! Ich war im August fast vier Wochen lang mit einer guten Freundin dort unterwegs. Was die meisten von euch wahrscheinlich nicht wissen, ist, dass meine Mutter aus Südafrika kommt. Mein Vater hat ein paar Jahre lang in Südafrika gearbeitet, dort haben sich meine Eltern kennen gelernt, sie haben geheiratet und sind dann zusammen zurück nach Deutschland gekommen. Ich bin hier in Deutschland geboren, aber etwa alle zwei Jahre fliege ich nach Südafrika. Nicht nur um meine Großeltern und den Rest meiner Familie dort zu besuchen, sondern auch, weil ich das Land liebe! Jedes Mal, wenn ich nach Südafrika reise, versuche ich neue Orte zu entdecken und eine andere Seite von Südafrika zu sehen. Hier werde ich euch allerdings nur von meiner letzten Reise berichten, vielleicht hat ja jemand vor, dort Urlaub zu machen und ich kann euch ein paar Tipps geben 🙂

 

Eine kleine Übersicht der Reise:

  • Nelspruit
  • Hazyview/ Kruger National Park
  • Blyde River Canyon
  • Kapstadt
  • Wilderness
  • Tsitsikamma

 

Die Reise begonnen haben wir in Nelspruit, im Nord-Osten von Südafrika. Dort leben meine Großeltern. Für Touristen gibt es dort nicht sehr viel zu sehen – interessant ist aber zumindest das Jane Goodall Institute „Chimp Eden“. Vielleicht haben einige von euch schon von Jane Goodall gehört – sie ist eine Verhaltensforscherin, die das Verhalten von Chimpansen untersucht. In Chimp Eden gibt es mehrere Gruppen von Chimpansen, die alle aus schlechten Verhältnissen gerettet wurden. Manche mussten als Zirkustiere auftreten, manche waren private Haustiere und manche wurden sogar als Attraktion vor Nachtclubs gehalten und waren zigaretten- und alkoholabhängig, als sie ins Institut kamen. Dort können sie ein relativ natürliches Leben führen und lernen wieder richtige Chimpansen zu sein. Ein Besuch in Chimp Eden ist sehr interessant, man lernt viel über die Tiere, aber es ist auch erschreckend zu erfahren, was viele von ihnen schon erlebt und was Menschen ihnen angetan haben.

Von Nelspruit aus ging es weiter nach Hazyview. Eigentlich wollten wir zum Kruger Nationalpark, die Unterkünfte dort waren jedoch aufgrund eines Feiertags komplett ausgebucht. Wir haben uns also entschieden, in einer Lodge in Hazyview (etwa 15 min entfernt vom Gate) zu schlafen und tagsüber in den Nationalpark zu fahren. Für die, die noch nie etwas vom Kruger Nationalpark gehört haben: es handelt sich dabei um das größte Wildschutzgebiet Südafrikas, mit einer Fläche von fast 200.000 km² entspricht das etwa der Größe von Rheinland-Pfalz oder Hessen. In diesem Gebiet gibt es einige Restcamps, in denen man die Nächte in Bungalows verbringen kann. Erkunden kann man den Nationalpark entweder mit dem eigenen Auto oder auf gebuchten Safari Touren. Man kann nie vorhersagen, was man wohl sehen wird – die Tiere laufen frei herum. Meistens sieht man Elefanten, Giraffen, diverse Antilopen und Büffel. Wenn man Glück hat, sichtet man vielleicht auch Löwen, Leoparden, Geparden oder Nashörner. Die Tiere so in ihrem natürlichen Umfeld, in ihrer natürlichen Lebensweise zu sehen, ist einfach wunderschön und einzigartig! Wir hatten großes Glück und haben einen Leoparden und ein ganzes Rudel Löwen gesehen – trotzdem war für mich das Schönste, eine Herde Elefanten dabei zu beobachten, wie sie im Schlamm gebadet haben. Dieser Moment war für mich unbeschreiblich, sie sahen so glücklich und verspielt aus, als würden sie gerade die beste Zeit ihres Lebens erfahren.

 

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Von Hazyview aus sind wir auch zum Blyde River Canyon gefahren. Falls man in der Gegend ist, sollte man diesen Punkt auf keinen Fall überspringen! Die Aussicht ist wirklich beeindruckend! Drei Gesteinskuppen  – The Three Rondavels – sind von Natur aus geformt, wie die traditionellen, afrikanischen Rundhütten.

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Als nächstes ging es nach Kapstadt. Ich liebe diese Stadt- sie ist einfach wunderschön, mit den Bergen auf der einen Seite und dem Meer auf der anderen. Man kann Monate dort verbringen, ohne sich je zu langweilen. Jeden Tag kann man etwas neues sehen und erleben. Über unsere Zeit in Kapstadt wird es allerdings einen separaten Beitrag geben, um in voller Länge darüber berichten zu können ☺

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Nach fünf Tagen in Kapstadt haben wir uns auf den letzten Abschnitt unserer Reise gemacht: Die Garden Route. Diese befindet sich an der Südküste Südafrikas und ist eines der beliebtesten Reiseziele, nicht nur unter Touristen. An der Garden Route gibt es ettliche wunderschöne Orte, aber anstatt an jedem nur eine Nacht zu verbringen, würde ich empfehlen sich wenige Ziele auszusuchen und die Zeit dort zu genießen. Wir haben uns dieses mal auf Wilderness und Tsitsikamma beschränkt. In Wilderness hatten wir nur zwei Nächte. Dort gibt es einiges zu tun, von Segway Touren, über Sandboarden auf der höchsten Düne Südafrikas, Fallschirmspringen, Paragliden und so viel mehr. Leider sind meine Freundin und ich beide nicht besonders sportlich und solche Extremsportarten sind erst recht nicht unser Ding! Wir haben es uns in Wilderness deshalb gemütlich gemacht, waren am Strand spazieren und auf einem Markt. Um im Meer schwimmen zu können war es noch zu kalt.

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Unser nächstes und leider auch letztes Ziel war Tsitsikamma. Wir sind vier Nächte im Tsitsikamma Lodge & Spa geblieben, was ich sehr empfehlen kann! Das Personal ist sehr freundlich und hilfsbereit, die Unterkünfte sind sehr schön und gemütlich und das Frühstücksbuffet bietet eine große Auswahl! Da es an unserem ersten Tag dort fast 30° hatte, haben wir uns entschieden, an den Strand nach Plettenberg Bay zu fahren. Unterwegs haben wir aber noch bei Monkeyland und Birds of Eden gehalten. Monkeyland ist ein relativ großes, naturbelassenes Stück Wald, wo einige verschiedene Primaten leben. Diese wurden aus verschiedenen Zoos, Zirkussen und von Privatleuten weltweit aufgenommen. Das Gebiet ist zwar eingezäunt, aber die Tiere könnten ganz einfach über den Zaun springen und weglaufen. Sie bleiben aus freiem Willen dort, weil sie nie gelernt haben, selbst nach Futter zu suchen. Birds of Eden ist eine Art riesige Voliere, durch die man hindurch laufen und verschiedene frei umherfliegende Vögel betrachten kann. Die meisten Vögel, die dort gehalten werden, kommen ebenfalls aus Gefangenschaft und ihnen soll dort ein möglichst natürliches Leben geboten werden.

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Am besten gefallen hat mir aber der Tsitsikamma Nationalpark. Dort sind wir an unserem zweiten Tag wandern gegangen. Da wir, wie gesagt, nicht so besonders sportlich sind, haben wir uns für eine relativ kurze Strecke entschieden. Diese verläuft vom Parkplatz des Nationalparks zu einer Reihe von Hängebrücken. Eine davon führt über den Storms River zu einem Kiesstrand. Bis hier hin war die Wanderung sehr angenehm und einfach, man läuft über Plankenwege durch den Wald am Meer entlang. Unterwegs sieht man oft Dassies, kleine Tierchen, die an große Hamster erinnern und zwischen den Felsen leben. Am Kiesstrand angekommen, drehen die meisten Leute wieder um und laufen zurück. Von dort aus geht es nämlich einen kleinen, versteckten Pfad den Berg hoch zu einem Aussichtsspunkt. Der Aufstieg ist relativ anstrengend, ich musste einige Pausen einlegen, aber wenn man oben ankommt, lohnt sich der Ausblick!

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Eigentlich wollten wir danach direkt die zweite Wanderung zu einem Wasserfall starten, aber wir waren nach der ersten schon etwas erschöpft! Zufällig ist aber dort, wo die Wanderungen starten auch der Ausgangspunkt für Kayaktouren. Wir haben uns also spontan entschieden an einer teilzunehmen. Die Kayaktour war mein persönliches Highlight der ganzen Reise! Zu zweit teilt man sich ein Kayak und paddelt dem Guide hinterher, ein kleines Stück über das Meer und dann den Storms River hinauf. Der Ausblick war einfach nur atemberaubend! Leider kann man die Schönheit dieser Schlucht nicht besonders gut auf Fotos festhalten, aber die Gesteinsformationen, die Pflanzen, das Wasser…es war wirklich faszinierend. Wir waren insgesamt nur zu fünft – der Guide, meine Freundin und ich und noch ein Pärchen – und es war so still! Ich wollte gar nicht mehr zurück!

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Falls ihr noch fragen habt oder selbst eine Reise nach Südafrika plant, könnt ihr mir gerne schreiben! ☺

 

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